21. März 1917

Stadtarchiv Solingen, Bergische Arbeiterstimme 21. März 1917

Zweierlei Maß herrscht bei der Post

   Solingen. Zweierlei. Der Mangel an Kleingeld ver-
anlaßt die Postverwaltung, den Käufern von Postwertsachen
vorzuschreiben, abgezähltes Geld mitzubringen. Wenn sich das
nicht ganz durchführen läßt, dann erhält der Käufer Briefmarken
anstatt Geld herausgezahlt. Umgekehrt handelt aber die
Post, wenn dem Käufer an dem zu zahlenden Gelde etwas fehlt
und wenn er beabsichtigt, die fehlende Summe, die sich immer
nur auf Pfennige beläuft, in Briefmarken zu zahlen.
In diesem Falle wird das „Postpapiergeld“ abgelehnt. Wir
meinen, daß das nicht richtig gehandelt ist, was dem einen recht ist
ist, muß dem andern billig sein!

Stadtarchiv Solingen
Stadtarchiv Solingen

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Stadtarchiv Solingen (21. März 2017). 21. März 1917. 1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch. Abgerufen am 11. September 2026 von https://doi.org/10.58079/croj


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