8. Dezember 1916

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Stadtarchiv Troisdorf, Pressesammlung: Siegburger Kreisblatt vom 8. Dezember 1916

Verteilung der Pfefferkuchen zu Weihnachten.

    –  Pfefferkuchen zu Weihnachten. Das
kommende Weihnachtsfest das dritte im
Kriege, wird den großen und kleinen Kin-
dern eine unangenehme Überraschung brin-
gen. Es wird nur ein wenig Honigkuchen
geben. Die Honigkuchenfabrikanten bieten
aber einen Ersatz durch den Pfefferkuchen.
Ganz einfach werden die Pfefferkuchen nach
Vorschrift der Behörden in viereckigen Stük-
ken hergestellt. Höchstpreise sind vorge-
schrieben, die mit einer Mark anfangen und
bis 1,40 Mark steigen. Die Hälfte der ange-
fertigten Mengen erhält die Armeeverwalt-
tung, die den Feldgrauen zu Weihnachten
eine Freude machen will. Der Rest ist für
Bevölkerung bestimmt. Der Verkauf in den
Geschäften hat bereits begonnen. Wie ge-
sucht die Pfefferkuchen bereits heute sind,
zeigt sich darin, daß an den Verkaufsstellen
[in Berlin die Konsumenten Polonaisen bil-]
den, die an Ausdehnung den früheren Mas-
senansammlungen vor Buttergeschäften nicht
nachstehen. Um eine gerechte Verteilung zu
ermöglichen, bekommt jeder Käufer nur ein
Pfund.

Stadtarchiv Troisdorf
Stadtarchiv Troisdorf

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Stadtarchiv Troisdorf (8. Dezember 2016). 8. Dezember 1916. 1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch. Abgerufen am 14. August 2026 von https://doi.org/10.58079/cqwa


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