26. August 1914

BR 0051 Nr. 0175 Bl. 23

Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, Polizeipräsidium Köln, BR 0051, Nr. 0175, Bl. 23.

Der Überfall der deutschen Truppen auf Belgien hatte dort in den ersten Kriegstagen zu einer Gefangennahme oder Vertreibung der dort lebenden Deutschen geführt. Im Rheinland kamen in der Folgezeit größere Flüchtlingsströme an. Hierzu gehörten auch Personen, die von den deutschen Truppen aus belgischen Gefängnissen befreit worden waren. Gänzlich ohne Misstrauen wurden sie nicht von der heimischen Polizei empfangen, die wohl auch noch von der Spionage-Hysterie der ersten Kriegstage geprägt war.

Cöln Hauptbahnhof, den 26.8.14

Der Transportführer des heute 9.22 [Uhr]
von Huy hier eingetroffenen Gefangenen
Transports, Sergeant Schewanner 7/32.[,] meldete
über die hier ausgeladenen und zunächst der
Polizei übergebenen Civilisten (4 Männer
und 1 Frau mit Kind) folgendes:
Diese Leute sind meinem Vorgänger
als Transportführer, dem Leutnant Stüwe
7/32.[,] vom Bahnhofs Kommandanten in Huy
übergeben worden. Ich war zugegen als
dieser dem Herrn Leutnant sagte:
Die Leute hätten im Gefängnis
der Stadt Namur gesessen und seien
dort von den einrückenden Deutschen
befreit worden.

Bahnhofs-Kommandantur Cöln I Hbf.
Bradt
Hauptmann a.D.

Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland
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Das Landesarchiv NRW ist das Gedächtnis des Landes Nordrhein-Westfalen. Es sichert Rechts- und Kulturgüter von hohem Wert und gewährleistet historische… Weiterlesen

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Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (26. August 2014). 26. August 1914. 1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch. Abgerufen am 4. September 2026 von https://doi.org/10.58079/clwo


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