26. August 1914

Spionage

Historisches Archiv der Stadt Köln, Best. 7030 (Chroniken und Darstellungen), 500/1 (Reuther, Köln im Weltkrieg, Bd. 1), S. 6.

Artikel des Kölner Lokal-Anzeigers über die Furcht der Stadtbevölkerung vor Spionage vom 26. August 1914

Ein geborener Kölner, der, aus Italien kommend dem Ruf zur Fahne Folge geleistet hatte und über den Blaubach ging, wurde dort zunächst von einer, dann von mehreren Frauen „beschnüffelt“ und bald vernahm man die Worte: „Ene russische Spion“! Der „Spion“ mass die Frauen von oben bis unten; bald sammelten sich schon mehr Leute an, die eine drohende Haltung anzunehmen sich anschickten. Da brach der „Spion“, zu einer der Frauen gewandt, plötzlich in die Worte aus. „Sting, gangk no Ruhe und koch dingem Mann et Esse!“ Das schuf sofort eine andere Situation; das Publikum brach in hellen Jubel aus.

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digitalesarchivköln (26. August 2014). 26. August 1914. 1914-1918: Ein rheinisches Tagebuch. Abgerufen am 14. Juli 2026 von https://doi.org/10.58079/clo6


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